Bildbandprojekte

Bildbandprojekte

Auswertung von Bildmaterial für die Herausgabe von Bildbänden über Tettnang.

Im Tettnanger Stadtarchiv lagert eine große Zahl historischer Fotos. Dazu schlummern bei manchem Tettnanger aufschlussreiche Bilder aus vergangenen Tagen, die interessierten Bürgern nicht vorenthalten werden sollten.
In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv werden die Bilder derzeit gesichtet und für den Druck aufbereitet. Dabei müssen zum Teil Lizenzrechte berücksichtigt und in einzelnen Fällen vergütet werden. Es ist beabsichtigt, zwei verschiedene Bildbände zu veröffentlichen.

Hinweis:

Das Stadtarchiv und der Förderkreis Heimatkunde sind nach wie vor an aussagefähigen alten Fotos – besonders auch aus den Tettnanger Ortschaften – interessiert. Bitte stellen Sie uns diese leihweise zum einscannen zur Verfügung!

Feldkreuz Meistersteige

Feldkreuz Meistersteige

Restaurierung des Feldkreuzes an der Meistersteige in Tettnang

Noch vor einigen Jahren stand das historische Kleindenkmal verfallen, vergessen und von Zerstörung bedroht versteckt hinter einer hohen Hecke. Seit wann und aus welchem Grund der neugotische Sandsteinkörper mit aufgesetztem Kruzifix dort stand, ist nicht bekannt. Auf Initiative des Förderkreises Heimatkunde wurde das Kreuz restauriert und konserviert. Ein neuer Standort auf städtischem Gelände musste gefunden werden. Nachdem das Fundament gesetzt ist, wurde das sanierte Feldkreuz im September 2017 wieder aufgerichtet. Nun fehlen noch ein paar Pflastersteine am Fuß des Sockels und eine angemessene Bepflanzung dahinter. Natürlich soll das christliche Symbol abschließend auch neu geweiht werden. 

(v.l.n.r.):
Das Feldkreuz vor der Restaurierung
Anlieferung des sanierten Kreuzes
Aufstellen des Kreuzes

Bildstock Bechlingen

Bildstock Bechlingen

Bildstock Bechlingen

Der Bildstock in Bechlingen musste im Jahr 2001 wegen der Einrichtung der Stadtbuslinien in Tettnang und dem Neubau einer Bushaltestelle weichen, wurde abgebaut und im Tettnanger Bauhof zwischengelagert mit dem Ziel, dass später ein neuer Standort festgelegt wird. Nach ein paar Jahren geriet das Kleindenkmal beinahe in Vergessenheit. Auch bei der Realisierung der innerörtlichen Entlastungsstraße mit Bau eines Kreisverkehrs in Bechlingen 2011/12 dachte keiner mehr an den Bildstock, den zwei Bechlinger Familien nach dem Ersten Weltkrieg an der Stelle eines früheren Feldkreuzes aufstellen ließen.

Für den Förderkreis Heimatkunde war es eine Verpflichtung, die Wiederaufstellung des Denkmals als Projekt in Angriff zu nehmen. Zuerst wurden die einzelnen Bestandteile des Bildstocks auf dem Bauhof begutachtet. Sowohl der Steinkorpus als auch die schmerzhafte Madonna, das Glastürchen und das schmiedeeiserne Frontgitter waren in ordentlichem Zustand. Dennoch wurde entschieden, einzelne Teile zu restaurieren, um die gute Substanz für weitere Jahre zu konservieren. Einzig der Sockel konnte nicht mehr gefunden werden. Wahrscheinlich ist er beim Abbau zerstört worden.

Im zweiten Schritt wurden mögliche Standorte in Bechlingen gesucht. Die Anforderungen an einen Standort waren klar: er sollte nicht versteckt, aber auch nicht im Wege sein, er sollte den Verkehrsteilnehmern ins Auge fallen, aber sie nicht ablenken. Eine Bedingung war auch, dass er möglichst auf städtischem Grundstück steht, um langfristig keine Probleme mit heutigen oder zukünftigen Eigentümern zu bekommen.

Nach Abstimmung mit der Stadt Tettnang über den Standort und Gesprächen mit der Steinwerkstatt Obermayr über die fachgerechte Aufstellung und Verankerung des Bildstocks wurde der fehlende Sockel in Auftrag gegeben. Nach Fertigstellung erfolgte die Aufstellung und am 1. Dezember 2012 die feierliche Einweihung durch Prälat Rudolf Hagmann, zu der etwa 50 Bürger zusammengekommen waren. Umrahmt wurde die Feier, in der Bürgermeister-Stellvertreterin Sylvia Zwisler die Grußworte der Stadt überbrachte und Gisbert Hoffmann auf die Geschichte des Bildstocks einging, von einem Bläser-Quartett der Stadtkapelle.

» Pressebericht SZ-TT vom 06.11.2012

» Pressebericht SZ-TT vom 04.12.2012 

 

 

Taufstein St.-Georgs-Kapelle

Taufstein St.-Georgs-Kapelle

Restaurierung des Taufbeckens in der St.-Georgs-Kapelle

Einer der ältesten Gegenstände aus der Geschichte der Stadt Tettnang stammt aus der Renaissancezeit und befindet sich in der St.-Georgs-Kapelle. Es handelt sich um den sogenannten montfortischen Taufstein, der seit Jahrzehnten in einer Mauernische am seitlichen Eingang als Weihwasserbecken zweckentfremdet befestigt war. Die eingeschlagene Jahreszahl 1582 und die Namen von drei Montfort-Gräfinnen bezeugen seine ursprüngliche Verwendung und das hohe Alter.

Wann dieses Kleinod in der Nische aufgestellt wurde, lässt sich heute nicht mehr nachweisen. Der Taufstein, 51 cm im Durchmesser und 24 cm hoch, wurde aus Sandsteinmolasse gefertigt. Den Unterbau hatte man bisher als aufgeputztes Sockelimitat gedeutet. Im Rahmen der Renovierung und beim Ausbau des Taufsteins wurde jedoch der Nachweis erbracht, dass es sich hierbei tatsächlich um den ursprünglichen, nun eingemauerten Sockel handelt.

Dem Förderkreis Heimatkunde war es schon immer ein Bedürfnis, das historische Taufbecken wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zuzuführen. Der Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Gallus, Prälat Rudolf Hagmann, sah das ebenso. Im Juni 2017 wurden Taufstein und Sockel vom Steinmetzmeister Frank Eger aus Balingen fachgerecht aus seiner Verankerung herausgelöst und anschließend in der Steinwerkstatt Eger restauriert. Am 6. April 2018 erfolgte der Wiederaufbau in der Kapelle links vor der Chorwand. Am 24. Juni 2018 konnte erstmals wieder – wie vor Jahrhunderten im Hause Montfort – über dem restaurierten Taufbecken das Sakrament der Taufe gespendet werden.

Der Förderkreis Heimatkunde begleitete und finanzierte das Projekt.