Zeitlinie

769
Laimnau und Apflau Erste urkundliche Nennung von Laimnau und Apflau

Die ersten namentlich genannten Wohnplätze im Stadtgebiet von Tettnang sind Laimnau und Apflau. In einer 769 ausgestellten Urkunde überträgt ein gewisser Scalcomann seinen Besitz in „Laimauvia“ (an anderer Stelle auch „Laimaugauwilare“) und „Apfalaga“ (824 „Apfellauva“) dem Kloster St. Gallen. 839 ertauscht das Kloster einen Wald bei „Leimauvo“ von den Männer…

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882
Erste Erwähnung Tettnags

882<br>Erste Erwähnung Tettnags

Tettnang wird erstmals in einer in Wasserburg ausgestellten Urkunde als „Tetinanc“ erwähnt, mit der ein Alemanne namens Cunzo im Juni 882 seinen Besitz in Tettnang und Haslach dem Kloster St. Gallen überträgt. Der Ortsname setzt sich zusammen aus dem Personennamen „Tetto“ oder „Tato“ sowie dem Wort „wang“, was soviel wie…

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1122
Mönchszelle in Hiltensweiler

1122<br>Mönchszelle in Hiltensweiler

Mit seiner Gemahlin Junzela stiftet Ritter Arnold von Hiltensweiler seine Güter dem Kloster Allerheiligen in Schaffhausen mit der Maßgabe, dass „auf unserem Gute … für immer Gottesdienst gehalten und eingerichtet werde“. Mit dieser Schenkung werden Arnold und Junzela Stifter der Zelle Hiltensweiler, aus der sich jenes Filialkloster entwickelt, dass von…

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1149
Kirche in Hiltensweiler

1149<br>Kirche in Hiltensweiler

Nach der Stiftung einer Zelle in Hiltensweiler 1122 durch Ritter Arnold und seine Gemahlin Junzela wird im Jahre 1149 erstmals eine Kirche in Hiltenweiler erwähnt.

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1154
Grafensitz Tettnang

Erst 272 Jahre nach der Erstnennung von Tettnang im Jahre 882 tritt der Ort urkundlich erneut in Erscheinung. 1154 und 1158 wird ein Graf Kuno von Tettnang erwähnt. Der Name Kuno ist ebenso wie der für 882 bezeugte Name Cunzo eine Verkleinerungsform für Konrad. Am 28. April 1154 tritt der…

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1172
(Ober-)Eisenbach

Mit dem Ortsadligen Dieto von Isenbach, der 1172 in einer Urkunde des Klosters Weißenau als Zeuge erscheint, wird auch erstmals den Name Eisenbach erwähnt. Die Herren von Eisenbach sind vermutlich Nachfahren der Herren von Arber, von denen im Gewann Arberholz noch Reste einer Befestigungsanlage zu finden sind. Der Besitz der…

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1246
Graf Hugo II. residiert auf der Burg Tettnang

Durch den Übergang des Bregenzer Erbes an die Pfalzgrafen von Tübingen bzw. den Zweig der Grafen von Montfort kamen der Argengau und damit die Burg Tettnang in deren Besitz. Im Jahre 1246 ist erstmals davon die Rede, dass Graf Hugo II. von Montfort auf der Burg Tettnang („castrum Tetinang“) sitzt,…

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1246
Erste Erwähnung der Tettnanger Pfarrei

In einer weiteren 1246 ausgestellten Urkunde, die eine Schenkung an das Kloster Baindt zum Inhalt hat, tritt als Zeuge ein Tettnanger Leutpriester namens Gerboldus auf. Das bedeutet, dass der Ort inzwischen groß genug war, um einen eigenen Leutpriester zu unterhalten.

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1297
König Adolf von Nassau verleiht Tettnang das Lindauer Stadtrecht

1297<br>König Adolf von Nassau verleiht Tettnang das Lindauer Stadtrecht

Mit einer am 1. Dezember 1297 in Frankfurt ausgestellten Urkunde verleiht König Adolf von Nassau auf Bitten des Grafen Hugo III. von Montfort Tettnang das Lindauer Stadtrecht, womit die Stadtgründung ihren rechtlichen Abschluss fand. Hugo war ein Parteigänger des Nassauers und stand damit in Gegnerschaft zu den Habsburgern und ihren…

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1304
König Albrecht I. verleiht Tettnang einen Wochenmarkt

1304<br>König Albrecht I. verleiht Tettnang einen Wochenmarkt

Nachdem mit Albrecht I. wieder ein Habsburger auf den Königsthron gelangt war, ersucht Graf Hugo III. von Montfort diesen um Bestätigung der Stadtprivilegien für Tettnang. Der König verlieh daraufhin in einer am 19. Mai 1304 in Überlingen ausgestellten Urkunde der Stadt wieder das Lindauer Recht und darüber hinaus einen Wochenmarkt,…

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1322
Herzog Leopold von Österreich zerstört die Stadt

Graf Wilhelm II. von Montfort hatte sich im Thronstreit zwischen den Habsburgern und den Bayern zunächst auf die Seite der Habsburger gestellt, lief aber 1319 zu den Bayern über. Um seinen Gegner zu demütigen, belagert Herzog Leopold von Österreich auf seinem Weg vom Elsass nach Osten 1322 die Stadt und…

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1330
König Ludwig der Bayer verleiht das Befestigungsrecht

1330<br>König Ludwig der Bayer verleiht das Befestigungsrecht

Kaiser Ludwig der Bayer gibt Graf Wilhelm II. von Montfort mit Urkunde vom 19. November 1330 das Privileg, „daß er seinen Fleckhen zue Tettnang vesten mach und soll, mit Mauern und Graben, wie er will, als ein Statt“.

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1355
Erster Nachweis einer Kapelle in Argenhardt

1355<br>Erster Nachweis einer Kapelle in Argenhardt

Der Tettnanger Priester Marquard lässt sich in der 1291 erstmals genannten Zelle „im Argenhardt“ nieder, errichtet eine Kapelle und weiht sie zu Ehren Aller Heiligen. Graf Heinrich III. von Montfort stattet die Zelle mit verschiedenen Gütern aus. 1359 übergibt er sie dem Kloster Langnau. 1364 wird Argenhardt ein selbständiges Kloster.

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1379
Stadtprivilegien durch Graf Heinrich IV.

1379<br>Stadtprivilegien durch Graf Heinrich IV.

Die Emanzipation der Tettnanger Bürger vom Stadtherrn wird erstmals in den Stadtprivilegien Graf Heinrichs IV. von Montfort vom 25. Juli 1379 greifbar. Die Bürger erhalten darin mehr Rechte und größere Freiheiten bezüglich ihrer Selbstverwaltung. Diese Urkunde ist das bedeutendste Dokument zur Stadtgeschichte im Stadtarchiv.

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1389
Kloster Langnau wird Hauskloster und Grablege der Montforter

1389<br>Kloster Langnau wird Hauskloster und Grablege der Montforter

Nach dem Tode Graf Wilhelms II. von Montfort um 1354 teilten seine Söhne dessen Besitz. Wilhelm III. erhält die Grafschaft Bregenz mit dem Hauskloster Mehrerau, sein Bruder Heinrich IV. die Grafschaften Tettnang und Rothenfels und die Herrschaft Scheer. Damit verliert die Tettnanger Linie die traditionelle Grablege in Mehrerau. Graf Heinrich…

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1409
Erstes Siegel mit Stadtwappen

1409<br>Erstes Siegel mit Stadtwappen

Erstmals siegelt die Stadt Tettnang im Jahre 1409 mit einem eigenen Siegel. Es misst 31 Millimeter im Durchmesser, zeigt einen Hund als Wappentier und die Umschrift: „S(igillum). CIVITUM DE TETTNAG“ (Siegel der Bürger von Tettnang). Die Bedeutung des Hundes im Stadtwappen ist bis heute nicht geklärt. Historiker und Heraldiker vermuten,…

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1464
Bau des Torturms

Der Ursprung des Torschlossgebäudes ist auf das Bedürfnis der Grafen von Montfort zurückzuführen, ihre Residenzstadt zu befestigen. Die Funktion eines Schlosses hat das Gebäude nie erfüllt. Die Grundmauern des Torturms und das Gemäuer an der Nordostecke des Torschlosses stammen nachweislich aus der Mitte des 13. Jh. und sind damit die…

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1467
Bau der Kirche St. Gallus

1467<br>Bau der Kirche St. Gallus

Die Pfarrkirche St. Gallus wird 1467 erbaut. Graf Ulrich V. von Montfort, seine Gemahlin Ursula von Hachberg und ihr zweijähriger Sohn Ulrich VII. legten den Grundstein. Nach der schematischen Stadtansicht von 1603 zeichnet sich die Kirche durch ihren schlanken spitzen Turm aus.

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1488
Brand der Burg

Eine große Katastrophe nicht nur für die Grafen von Montfort sondern auch für die Stadt war 1488 der Brand der alten Burg am Standort des heutigen Neuen Schlosses. Betroffen war vor allem das gräfliche Archiv mit unschätzbaren Dokumenten. Wahrscheinlich ging dabei auch das Stadterhebungsprivileg von 1297 verloren. Graf Ulrich V….

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1489
Stiftung des Heiliggeistspitals

1489<br>Stiftung des Heiliggeistspitals

Graf Ulrich V. von Montfort gründet 1489 das Heiliggeistspital in der Neuen Gasse (heute obere Karlstraße). Das Spital ist weniger ein Krankenhaus als eine Versorgungsstätte für Arme, Alte und kranke Durchreisende. Die Verwaltung obliegt einem Pfleger, die Versorgung der Insassen der Spitalmagd. Um 1729 wird das Spital nach St. Johann…

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1499
König Maximilian I. in Tettnang

1499<br>König Maximilian I. in Tettnang

Der König und spätere Kaiser Maximilian I. (seit 1508) besucht am 11. Mai 1499 Tettnang. Der Schweizerkrieg hat ihn auf der Durchreise hierher geführt.

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1513
Stiftung der St. Anna-Kapelle

1513<br>Stiftung der St. Anna-Kapelle

Graf Ulrich VII. von Montfort und seine Gemahlin Magdalena, geb. von Oettingen verbanden mit dem Bau der St. Anna-Kapelle den Wunsch nach erneutem Kindersegen. Zwar hatte Magdalena bereits zehn Kindern das Leben geschenkt (acht Mädchen und zwei Jungen), aber beide Buben waren früh gestorben. Da die Mädchen dynastisch nicht erbberechtigt…

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1516
Kaiser Maximilian I. in Tettnang

1516<br>Kaiser Maximilian I. in Tettnang

Kaiser Maximilian hatte am 13. Juni 1516 die montfortischen Verwandten auf Schloss Rothenfels im Allgäu besucht, kam über Oberstaufen und Wangen am 16. Juni „geen  Tethnam, ain Stätl, gehört dem Graven von Montfort“. Er „besuecht auch denselben Graven Vlrichen, vnnd Ritt dannocht denselben tag geen Puechhorn (Buchhorn/Friedrichshafen), ain Reichstädle“.

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1521
Kaiser Karl V. belehnt Gräfin Magdalena mit Herrschaft und Blutbann

1521<br>Kaiser Karl V. belehnt Gräfin Magdalena mit Herrschaft und Blutbann

Magdalena von Oettingen, die Gemahlin von Graf Ulrich VII. von Montfort war eine Persönlichkeit, die sich mit Erfolg der Bevormundung durch die Männer widersetzte. Nach dem Tode ihres Gatten 1520 dokumentierte sie ihren Status mit einem Witwensiegel, das das Allianzwappen Montfort/Oettingen zeigt. Trotz ihrer zweiten Ehe mit Ulrichs Vetter Johann…

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1525
Kloster Langnau wird im Bauernkrieg geplündert

1525<br>Kloster Langnau wird im Bauernkrieg geplündert

Am 24. Februar 1525 schlossen sich unter der Leitung ihres Hauptmanns Dietrich Hurlewangen etwa 7.000 Aufständische zum Bund der Bauern auf der Höhe von Rappertsweiler zusammen. Ihren Forderungen nach mehr Rechten und Freiheiten brachte der „Rappertsweiler Haufen“ noch am gleichen Tag durch die Plünderung des Klosters Langnau gewaltsam zum Ausdruck….

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1570
Tettnang eine der vier Münzprägestätten des Schwäbischen Kreises

1570<br>Tettnang eine der vier Münzprägestätten des Schwäbischen Kreises

Graf Ulrich IX. von Montfort richtet 1567 in Tettnang eine Münzstätte ein, in der bis zu seinem Tode (1574) zehn verschiedene der reichs- und landesüblichen Münzen geprägt werden. Obwohl der Schwerpunkt der Prägetätigkeit auf wenig beliebten Kleinmünzen wie Groschen und Halbbatzen liegt, verdankt er es wohl seinem Ansehen, dass im…

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1574
Landesordnung

1574<br>Landesordnung

Graf Ulrich IX. von Montfort fasst in der detaillierten „Landesordnung“ von 1574 alle Gesetze seine Untertanen betreffend zusammen. Inspiriert durch die Reichspolizeiordnung des 16. Jahrhunderts, die Heiligenberger Landordnung von 1560 und die Kemptische Landesordnung von 1562 entspricht die Abfassung eines solchen Werkes dem Geist der Zeit. Neben einer festen Ordnung…

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1578
Bürger kaufen sich aus der Leibeigenschaft frei

Nachdem Kaiser Maximilian II. 1576 die steirische Linie Montfort-Bregenz-Beckach mit der Grafschaft Tettnang belehnt hatte, bestätigt Graf Georg IV. 1577 für sich und seine Brüder der Tettnanger Bürgerschaft ihre hergebrachten Privilegien. Ein Jahr später verzichten die neuen Herren auf die Leibeigenschaft, auch wenn die Bürger dafür die Ablösesumme von 2.000…

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1585
Die Pest in Tettnang

1585<br>Die Pest in Tettnang

Im September 1585 breitet sich auch in Tettnang die Pest aus. Viele Bürger verlassen fluchtartig die Stadt. Die Angst von Ansteckung führt zur Erlahmung des öffentlichen Lebens. Als man zur Unterstützung der Infizierten 200 Gulden zur Verfügung stellt, findet sich keiner, der das Geld verteilen will. Der Graf gibt mehrere…

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1624
Stiftung der Loretokapelle

1624<br>Stiftung der Loretokapelle

In der schweren Zeit des Dreißigjährigen Krieges lässt Gräfin Euphrosina von Montfort, geborene von Waldburg-Wolfegg die Loretokapelle „ex voto“ erbauen, das heißt, sie erfüllt damit ein Gelöbnis, das sie zur Erlangung von Gottes Hilfe abgelegt hatte. Die Gräfin soll selbst wesentlichen Anteil an der Herstellung des kostbaren Gewandes der Marienstatue…

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1633
Zerstörung von Burg und Stadt Tettnang

Während des unseligen Dreißigjährigen Krieges ist 1633 das größte Unglücksjahr für die Stadt Tettnang. Drei schwedische Kavallerieregimenter ziehen ein und hausen hier plündernd und mordend 33 Wochen lang. Die Stadt wird durch Flucht, Hungersnot und Pest völlig entvölkert. Die gräfliche Burg brennt ebenso ab wie die ganze Stadt. Auch die…

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1647
Kloster Langnau wird zerstört

1647<br>Kloster Langnau wird zerstört

Nachdem die schwedischen Truppen unter General Wrangel seit dem 8. Januar 1647 erfolglos Lindau belagert haben, ziehen sie enttäuscht ab und bringen ihren Unmut darüber am 24. Februar mit der Plünderung des Klosters Langnau zum Ausdruck. Das Kloster samt Kirche wird in Schutt und Asche gelegt. Mit dem Brand geht…

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1659
Bau der St. Johann-Kapelle

1659<br>Bau der St. Johann-Kapelle

St. Johann markiert die Stelle, an der die älteste Kapelle in Tettnang nachgewiesen werden kann. Erstmals wird sie 1364 erwähnt. Anfang des 17. Jh. befindet sie sich in einem erbarmungswürdigen Zustand. Graf Hugo XVIII. von Montfort lässt sie 1627 neu aufbauen. Nach ihrer völligen Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg 1633 lässt…

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1667
Bau des Alten Schlosses (heute Rathaus)

1667<br>Bau des Alten Schlosses (heute Rathaus)

Die Burg der Grafen von Montfort (an der Stelle des heutigen Neuen Schlosses), die 1633 durch Brand völlig zerstört worden war, wird zunächst nicht wieder aufgebaut. Erst 1667 beauftragt Graf Johann VIII. den Baumeister Michael Kuen mit dem Bau eines neuen Schlosses (das heutige so genannte Alte Schloss bzw. das…

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1672
Kloster Argenhardt wird dem Kloster Langnau unterstellt

1672<br>Kloster Argenhardt wird dem Kloster Langnau unterstellt

Das Klösterlein Argenhardt hatte sich nie richtig entwickeln können. Um 1630 wird erwähnt, dass die Weiden von Argenhardt großenteils wieder zu Wald verwachsen sind. 1672 endet schließlich das Priorat des Klosters und wird förmlich dem Kloster Langnau unterstellt.

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1682
Bau der St. Georgs-Kapelle

1682<br>Bau der St. Georgs-Kapelle

An der Stelle eines 1416 erwähnten Vorgängerbaus lässt Graf Johann VIII. von Montfort gegenüber seines 1667 errichteten Schlosses im Jahre 1682 die St. Georgs-Kapelle errichten.

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1702
Brand der Pfarrkirche St. Gallus durch Blitzeinschlag

Ein Blitzschlag zerstört 1702 den oberen Teil des Kirchturms. 1705 erhält der Turm sein barockes Aussehen und vier neue Glocken, die größte mit einem Durchmesser von 1,72 Meter  mit dem Montforter Wappen und einer Inschrift zu Ehren des Grafen Anton und seiner Gemahlin Maria Anna von Thun.

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1712
Bau des Neuen Schlosses

1712<br>Bau des Neuen Schlosses

Graf Anton III. beauftragt den Benediktinermönch Christoph Gessinger aus Isny, der bereits durch den  Bau des fürstbischöflichen Schlosses in Meersburg bekannt ist, ein neues Schloss zu bauen. Während das Alte Schloss sich noch in die Architektur der Stadt eingefügt hatte, spiegeln Ausmaße und Ausstattung  des neuen Schlosses das Repräsentationsbedürfnis eines…

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1728
Verlegung des Spitals aus der Stadt nach St. Johann

Das 1489 in der Neugasse eingerichtete Spital wurde 1728 nach St. Johann  verlegt und zwar in das Haus des Kaplans neben der Kapelle. 1740 wurde ein neues Spitalhaus gebaut. Ein Spital hatte nicht die Aufgabe eines Krankenhauses im eigentlichen Sinne, sondern war Armen- und Altersheim, sowie Herberge für Durchreisende. Zu…

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1753
Brand des Neuen Schlosses

1753<br>Brand des Neuen Schlosses

Am 11. November 1753 entsteht in der Nacht ein Brand in der Räucherkammer unter dem Dach und breitet sich so rasch aus, dass die zu Hilfe eilenden Feuerwehren aus Lindau, Hofen (Friedrichshafen) und Ravensburg noch nicht einmal mehr Möbel retten können. Der im Schloss sich aufhaltende Graf Anton IV. muss…

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1758
Aufbau des Neuen Schlosses

1758<br>Aufbau des Neuen Schlosses

Um den Wiederaufbau zu finanzieren werden viele Bettelbriefe an hohe Würdenträger geschrieben. Die solidarische Brandhilfe zeigt ein hoch entwickeltes Zusammengehörigkeitsgefühl der Klöster, Adeligen und Städte im schwäbischen Reichskreis. Österreich unterstützt die Montforter mit 500.000 Gulden und lässt sich die Herrschaft Langenargen verpfänden. Ab 1755 wird das Schloss unter dem Baumeister…

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1779
Verkauf der Grafschaft Montfort an Österreich

1779<br>Verkauf der Grafschaft Montfort an Österreich

Die hohen Schulden von etwa 300.000 Gulden zwingen Graf Franz Xaver von Montfort 1779 seine Grafschaft Österreich zu überlassen. Die Übergabe erfolgt im Juli 1780 nach dem Tod des Grafen.

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1780
Österreich übernimmt Tettnang

1780<br>Österreich übernimmt Tettnang

Fast 500 Jahre lang hatten die Montforter ununterbrochen  in der Stadt in feudalistischer mittelalterlicher Art residiert. Nun erfolgt der Übergang an Österreich  mit einer Anzahl wichtiger, moderner Neuerungen: – Tettnang wird fünftes Oberamt in Schwäbisch-Österreich (Vorderösterreich). – Tettnang erhält eine neue Stadtverfassung. – Die Schulpflicht wird eingeführt. – Die Leibeigenschaft…

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1787
Aufhebung des Klosters Langnau

Kaiser Joseph II. erlässt 1782 ein Klosteraufhebungsdekret, das alle Orden betrifft, „die zum Besten der Nächsten und der Gesellschaft nichts Sichtbares beitragen“. 1786 wird der Paulinerorden von der Aufhebung betroffen. In zwei Schüben 1786 und 1787 wird das klösterliche Leben auch in Langnau liquidiert. Güter und Besitz des Klosters werden…

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1787
Tod von Graf Anton IV. von Montfort, dem letzten seines Geschlechts

1787<br>Tod von Graf Anton IV. von Montfort, dem letzten seines Geschlechts

Nach der Übergabe an Österreich muss der letzte lebende Montforter sich außerhalb der Stadt eine neue Wohnstätte suchen. Er baut sich ein Haus, das heutige Gasthaus „Krone“. Am 3. Dezember 1787 stirbt mit ihm das altehrwürdige Geschlecht aus. Im Vorraum der St. Galluskirche befindet sich sein Epitaph mit dem umgestürzten…

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1796
Tettnang wird besetzt

Während des 1. Koalitionskrieges (1792 bis 1797) wird Tettnang zunächst von den Truppen des französischen Generals Tharon besetzt, es gibt keine Exzesse und keine Plünderungen. Dann folgen die Truppen des österreichischen Generals Fröhlich, mit 15.000 Mann. Dazu ein Kommentar: „Die Viktualien wurden alle aufgezehrt, aber auch alle Felder zugrunde gerichtet.“

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1800
Brand vernichtet 22 Häuser

Am 24. Oktober 1800 wütet ein Großbrand in der oberen Montfortstraße. Das Feuer entstand durch die Schuld eines Kindes, das Flachs zum  Entzünden gebracht hatte. Eine Frau kommt bei dem Brand zu Tode, 22 Häuser werden eingeäschert.

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1806
Tettnang kommt an Bayern

1806<br>Tettnang kommt an Bayern

Infolge des Pressburger Friedens vom 27. Dezember 1805 muss Österreich zahlreiche Gebiete an Bayern abtreten. Am 15. März 1806 erfolgt in Tettnang die Besitzergreifung durch Bayern: der österreichische Oberamtmann von Zwergern huldigt den neuen Herren und der französische General Villemoney übergibt die Herrschaften Tettnang und Argen dem bayerischen Beamten Balthasar…

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1810
Tettnang kommt an Württemberg

1810<br>Tettnang kommt an Württemberg

Durch den Pariser Vertrag vom 18. Mai 1810 kommt Tettnang an das Königreich Württemberg. Am 14. November nimmt der königliche Hofkommissär von Feuerbach die Neuerwerbung in Besitz, wobei auf jede Feierlichkeit verzichtet wird. Als württembergische Oberamtsstadt kann Tettnang seine traditionelle Funktion als Amtssitz behaupten. Wie zuvor dient das Neue Schloss…

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1811
König Friedrich I. von Württemberg besucht Tettnang

1811<br>König  Friedrich I. von Württemberg besucht Tettnang

Im Juli 1811 kommt König Friedrich I. von Württemberg auf seiner Besichtigungsreise durch seinen Staat zum ersten Mal nach Tettnang. Er wohnt im Neuen Schloss, das zuvor gründlich renoviert worden war. Der König zeigt sich dem Volk und verteilt Geld an die Armen.

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1812
Teilung des ehemals montfortischen Landwaibelamtes

Bei einer ersten Gebietsreform im Königreich wird das große ehemals montfortische Landwaibelamt um Tettnang im Jahre 1812 in die drei Gemeinden (Schultheißereien) Kaltenberg, Missenhardt und Meckenbeuren aufgeteilt. 1824 wird die Schultheißerei Missenhardt in Tannau umbenannt.

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1825
Gründung der Oberamtssparkasse

1825<br>Gründung der Oberamtssparkasse

Das Kreditwesen ging in Laufe des 19. Jh. von den Stiftungen in professionelle Hände über. 1825 wurde die Oberamtssparkasse in Tettnang gegründet. Ihr Ziel war es, nach dem Vorbild der 1818 in Stuttgart gegründeten Württembergischen Landessparkasse die Ersparnisse einfacher Leuten, Witwen, Waisen oder Dienstboten anzulegen oder sie in Notfällen mit…

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1844
Beginn des Hopfenanbaus in Tettnang

König Wilhelm I. von Württemberg hatte bereits 1819 den Hopfenanbau empfohlen und 1822 erste Versuche in Hohenheim angeordnet. In Tettnang dürfen einzelne Bierbrauer bereits um 1830 Hopfen für den Eigenbedarf anbauen. Als eigentlicher Begründer des Tettnanger Hopfenanbaus gilt der Unteramtsarzt Johann Nepomuk Fidel Lentz (1806 – 1862), der 1843 einen…

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1848
Letzte Hinrichtung in Tettnang

1848<br>Letzte Hinrichtung in Tettnang

Am 1. April 1848 um 8 Uhr wird die letzte öffentliche Hinrichtung in Tettnang vollzogen. Auf dem Hang gegenüber der Obermühle war eine große Volksmasse zusammengekommen. Nach dem Brechen des Stabes über den Doppelmörder Josef Frey wird das Todesurteil mit dem Schwert vollzogen. Der Vollzug ist insofern spektakulär, weil die…

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1849
Die Neugasse wird durch Brand vernichtet

In der Nacht vom 18. zum 19. September 1849 wütet ein Großfeuer in der Neugasse, dem oberen Teil der heutigen Karlstraße. 42 Familien mit zusammen 195 Personen verlieren Obdach und den größten Teil ihres Besitzes. Beherzte Bürger, Oberamtmann, Stadtpfarrer und Stadtschultheiß gründen spontan eine Unterstützungskommission und sammeln Geld- und Sachspenden….

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1851
Erste Fabrik in Tettnang

1851<br>Erste Fabrik in Tettnang

Mit der Gründung einer Seidenfabrik in der so genannten Alten Kaserne durch Richard Gessler aus Horb beginnt 1851 in Tettnang das Industriezeitalter. Im Obergeschoss sind fünf Jacquard-Webstühle untergebracht, im Erdgeschoss wird das Gewebe zugerichtet und veredelt (Appretur). Bedeutender für Tettnang als Industriearbeitsplatz ist allerdings die 1873 gegründete Firma „Dampfsägewerk und…

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1853
Gemeinde Obereisenbach wird gebildet

Die Orte Unter- und Obereisenbach, bisher Bestandteile der Gemeinde Liebenau, kommen zur Gemeinde Kaltenberg, die in Obereisenbach umbenannt wird.

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1854
Beginn der evangelischen Gemeinde Tettnang

1854<br>Beginn der evangelischen Gemeinde Tettnang

Der Übergang Tettnangs an Württemberg hat zur Folge, dass sich erstmals Bürger evangelischer Konfession – vor allem durch Zuzug evangelischer Beamter – hier niederlassen. Anfangs werden diese von der 1812 eingerichteten Pfarrei Friedrichshafen aus betreut. Das Bestreben um die Bildung einer eigenen Kirchengemeinde führt dazu, dass am 22. August 1854…

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1858
Abbruch der alten Pfarrkirche und Neubau

1858 wird die St. Gallus-Kirche aus dem 15. Jh. bis auf den Turm abgebrochen. Sie war baufällig geworden und viel zu klein für die stark wachsende Bevölkerung der Stadt. Nach knapp zweijähriger Bauzeit kann die neue Kirche am 2. Oktober 1860 eingeweiht werden.

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1864
Gründung der Pflegeanstalt Pfingstweid

Die evangelische Pilgermission St. Chrischone bei Basel errichtet mit dem Erwerb des Anwesens Pfingstweid 1848 einen evangelischen Missionsstützpunkt in der katholischen Seegegend. Nach einer kurzen Phase als „Kinderrettungsstation“ von 1855 bis 1860 wird Pfingstweid 1862 die erste Anstalt für Epileptiker in Deutschland. Die formelle Gründung erfolgt am 1. Januar 1864….

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1870
Gründung der Stiftung Liebenau

1870<br>Gründung der Stiftung Liebenau

Adolf Aich, vom 1859 bis 1870 Kaplan von St. Johann hat schon in seiner Examensarbeit seine soziale Einstellung gegenüber Kranken und Pflegebedürftigen zum Ausdruck gebracht. Den Kranken in der Pflegestation St. Johann gilt auch sein fürsorgliches Interesse. 1866 gründet er einen Verein mit dem Ziel, eine Pflegeanstalt für unheilbar Kranke…

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1886
Einweihung des Oberamtskrankenhauses

1886<br>Einweihung des Oberamtskrankenhauses

Nach zwei Jahren Bauzeit wird 1886 das neue Oberamtskrankenhaus eingeweiht. Der vom international anerkannten Stuttgarter Architekten Otto Tafel errichtete runde Zentralbau zählt zu den architektonisch fortschrittlichsten Krankenhausbauten des 19. Jh.

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1893
Höhere Töchterschule eröffnet

1893<br>Höhere Töchterschule eröffnet

Im Jahr 1893 wird die von Schwestern des Klosters Sießen geleitete höhere Töchterschule eröffnet. 1914 zählt sie 34 Schülerinnen. Die Schule, die bis 1931 geführt wird,  bietet neben einem erweiterten Volksschulunterricht mit den Fächern Zeichnen, Französisch, Industrie, Anstandslehre und Musik auch einen Fortbildungsunterricht mit Religion, deutscher Sprache und Literatur, Französisch,…

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1894
Lokalbahnanschluss und Einführung des elektrischen Lichts

1894<br>Lokalbahnanschluss und Einführung des elektrischen Lichts

Seit Beginn des Bahnbaus bemühte sich Tettnang stets vergebens um einen Anschluss an das Streckennetz. Von 1887 an wird das Projekt eines Bahnanschlusses nach Meckenbeuren intensiv verfolgt. Aber erst 1894 kommt es zum Vertragsabschluss zwischen der Stadt und der Lokalbahn AG in München über den Bau einer normalspurigen, elektrifizierten Strecke…

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1905
Das Alte Schlosses wird Rathaus

Die wirtschaftliche Aufbruchstimmung um die Jahrhundertwende führt dazu, dass die Stadt 1903 das Alte Schloss für 35.000 Mark erwirbt und in den Jahren 1904-05 für weitere 60.000 Mark in ein repräsentatives Rathaus umbauen lässt. Das Alte Schlosse hatte lange Zeit als Zehntscheuer und seit 1869 als Trockenhalle für Hopfen gedient….

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1913
Einweihung der Uhlandschule

1913<br>Einweihung der Uhlandschule

In den Jahren 1912-13 wird von Stadtbaumeister Wenzler die Uhlandschule an der Weinstraße errichtet. Das Tunhallengebäude schließt sich im Norden durch einen Verbindungsgang an. Beide Gebäude weisen barocke Architekturmerkmale auf. Die anfänglich acht Volksschulklassen sind in der 1. und 2. Etage, die Lateinschule in der 3. Etage untergebracht.

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1927
Eröffnung der Landwirtschaftsschule

Am 7. November 1927 wird in der Schlossstraße 11 die Landwirtschaftsschule mit 54 Schülern eröffnet. Die Schule soll Bauernsöhnen eine fachliche und allgemeine Bildung ermöglichen. Gelehrt werden Pflanzenbau, Tierzucht, Waldbau, Tiergesundheitslehre, Rechnen, Deutsch, Zeichnen und andere Fächer. Am 1. November 1937 wird die Landwirtschaftliche Berufsschule eröffnet.

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1937
Neugliederung des Oberamtes Tettnang

1937<br>Neugliederung des Oberamtes Tettnang

Bei der umfassenden Neugliederung des Oberamtes Tettnang wird die Gemeinde Obereisenbach aufgelöst und dem Gebiet von Tettnang und Tannau zugeteilt. Die aufgelöste Gemeinde Laimnau und Teile der aufgelösten Gemeinde Flunau kommen zu Langnau.

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1938
Tettnang verliert den Oberamtssitz

Die Oberamtstadt Tettnang verliert ihren Status an die Stadt Friedrichshafen. Das Oberamt Tettnang wird in Kreis Friedrichshafen umbenannt.

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1944
Bombenschäden an der Pfarrkirche St. Gallus

1944<br>Bombenschäden an der Pfarrkirche St. Gallus

Nach einem Fliegerangriff auf Friedrichshafen zerstören am 16. März 1944 kurz vor 12 Uhr zwei Bombentreffer den hinteren Teil der St. Gallus-Kirche. Die Bomben reißen die Süd-West-Ecke der Kirche auf und beschädigen in erheblichem Maße die Empore mit der Orgel und die Fenster. Zunächst können nur die notwendigsten Reparaturen durchgeführt…

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1945
Franzosen besetzen die Stadt

Am 28. April 1945 wird bekannt, dass die Franzosen Ravensburg kampflos eingenommen haben und vor Friedrichshafen stehen. Tags darauf, an einem Sonntag, greifen um 7.20 Uhr Jagdbomber Tettnang an und setzen mehrere Häuser in Brand. Danach löst sich der Volkssturm auf, die Parteigrößen sind plötzlich verschwunden und an einigen Panzersperren…

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1948
Tettnanger Heimatwoche

1948<br>Tettnanger Heimatwoche

Als Vorläufer des späteren Montfortfestes wird 1948 die Tettnanger Heimatwoche durchgeführt. Das Festprogramm bietet Konzerte, Theateraufführungen, Dichterlesungen, Schauturnen, Fußball- und Handballspiele und nicht zuletzt einen historischen Festumzug bei dem 40.000 Schaulustige die Straßen säumen. 50.000 Zuschauer sehen die Obst- und Hopfenausstellung in der Turnhalle.

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1953
Einweihung von Landwirtschafts- und Schillerschule

Nach dem Zweiten Weltkrieg herrscht unvorstellbar großer Schulraum- und Lehrermangel. Im Schuljahr 1951/52 unterrichten zehn Lehrer 661 katholische Volksschüler. In der evangelischen Volksschule werden 122 Kinder von nur zwei Lehrern unterrichtet. Die einzig wichtigen Bauvorhaben der unmittelbaren Nachkriegszeit sind daher der Neubau der Schillerschule als Volksschule, die am 18. April…

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1955
Rudolf Gnädinger zum Bürgermeister gewählt

1955<br>Rudolf Gnädinger zum Bürgermeister gewählt

Bei der Bürgermeisterwahl am 26. September 1954 und der Wiederholungswahl am 23. Februar 1955 wird Rudolf Gnädinger zum Bürgermeister der Stadt Tettnang gewählt. Er tritt in die Nachfolge des bei der Wahl unterlegenen Amtsvorgängers Julius Bertsche an. Am 10. März 1963 wird Gnädinger für eine zweite Amtsperiode wiedergewählt, die bis…

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1961
Bundeskanzler Konrad Adenauer besucht Tettnang

1961<br>Bundeskanzler Konrad Adenauer besucht Tettnang

Seit dem Besuch von König Friedrich I. von Württemberg 1811 hatte kein Landesherr oder führender Staatsmann mehr Tettnang besucht. Umso größer ist die Freude bei der Bevölkerung, als am 15. Juli 1961 Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer auf seinem Weg von Friedrichshafen nach Ravensburg der Stadt einen Besuch abstattet. Tausende Menschen…

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1964
Gründung der Elektronikschule Tettnang

1964<br>Gründung der Elektronikschule Tettnang

Drei Männern mit Weitblick ist die Gründung der Elektronikschule zu verdanken: Bürgermeister Rudolf Gnädinger förderte die Ansiedlung von elektrotechnischen Betrieben in Tettnang, Dr. Paul Klein gründetet die erste Elektronikfirma in der Stadt und Studiendirektor Willi Roller initiierte als Leiter der gewerblichen Schule die schulische Ausbildung der neuen Fachrichtung Elektronik. Nach…

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1965
Einweihung der Grund- und Hauptschule Manzenberg

Bereits acht Jahre nach dem Neubau der Schillerschule muss sich der Gemeinderat infolge wachsender Schülerzahlen erneut mit der Schulraumplanung befassen. Auf dem „Manzenberg“ entsteht eine neue Grund- und Hauptschule, die am 25. September 1965 eingeweiht wird. Am 6.September 1968 wird auch der zunächst zurückgestellte zweite Bauabschnitt seiner Bestimmung übergeben.

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1969
Gründung der Realschule

1969<br>Gründung der Realschule

Die 1969 gegründete Realschule beginnt im Schuljahr 1969/70 mit dem Unterricht in Räumen der Grund- und Hauptschule Manzenberg, dem zugehörigen Pavillon und im ehemaligen Oberamtskrankenhaus an der Lindauer Straße. Ihre eigenen Räume erhält die Realschule erst 1979, nachdem in den Jahren 1977/78 am Manzenberg ein neues Schulgebäude errichtet wurde.

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1972
Eingliederung der bisher selbständigen Gemeinden Tannau und Langnau

Im Zuge der Verwaltungsreform in Baden-Württemberg erfolgt am 1. Mai 1972 die Eingliederung der bis dahin selbständigen Gemeinde Tannau und am 1. September 1972 die Eingliederung der Gemeinde Langnau. Beide Orte erhalten den Status einer Ortschaft mit Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.

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1973
Tettnang verliert erneut den Kreissitz an Friedrichshafen

Mit Inkrafttreten des baden-württembergischen Kreisreformgesetzes zum 1. Januar 1973 wird der Kreis Tettnang aufgelöst und dem neu gebildeten Bodenseekreis mit Sitz in Friedrichshafen zugeteilt.

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1974
Einrichtung eines Gymnasiums

1974<br>Einrichtung eines Gymnasiums

Unter dem langjährigen Schulleiter des Progymnasiums Dr. Pfitzer wird im Herbst 1974 das neue Gymnasiumsgebäude auf dem Manzenberg seiner Bestimmung übergeben. 1975 legen erstmals Schülerinnen und Schüler des Schuljahrs 1974/75 ihre Reifeprüfung in Tettnang ab.

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1975
Viktor Grasselli zum Bürgermeister gewählt

1975<br>Viktor Grasselli zum Bürgermeister gewählt

Am 29. April 1975 tritt Viktor Grasselli sein Amt als neu gewählter Bürgermeister der Stadt Tettnang an und damit in die Nachfolge von Rudolf Gnädinger, der auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Am 30. Januar 1983 wird Grasselli für eine zweite Amtsperiode wiedergewählt.

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1975
Eingliederung von Kau

1975<br>Eingliederung von Kau

Mit der Gemeinde Kehlen kommen die Orte Kau, Pfingstweid, Walchesreute, Motzenhaus und des Gehöfts Probst am 1. Mai 1972 zu Meckenbeuren. Eine Vielzahl der betroffenen Bürger strebt jedoch die Umgliederung nach Tettnang an und erwirkt eine Bürgeranhörung, in der sich am 12. Januar 1975 die Mehrheit für den Anschluss an…

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1976
Einstellung des Eisenbahn-Personenverkehrs

Das Bundesverkehrsministerium gibt der Bundesbahn am 16. März 1976 grünes Licht für die Einstellung des Personentransports zwischen Meckenbeuren und Tettnang. Mit dem Fahrplanwechsel wird Ende Mai der fahrplanmäßige Zugverkehr eingestellt. (Der Güterverkehr wird noch bis 1995 aufrechterhalten.) Der Stadt Tettnang und seinen Bürgern bleibt nur noch die Möglichkeit, am 23….

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1982
1100-Jahr-Feier

Im Andenken an die erste urkundliche Nennung von Tettnang im Jahre 882 werden im Rahmen der 1100-Jahr-Feier verschiedene Veranstaltungen wie Ausstellung, Festumzug, Konzerte durchgeführt. Zeitgleich wird der renovierte Rittersaal im Neuen Schloss eingeweiht.

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1991
Harald Meichle zum Bürgermeister gewählt

1991<br>Harald Meichle zum Bürgermeister gewählt

Mit der Bürgermeisterwahl vom 3. Februar 1991 und der Wahlwiederholung vom 28. April wird Harald Meichle jeweils mit Mehrheit zum Bürgermeister der Stadt Tettnang gewählt. Er tritt die Nachfolge von Viktor Grasselli an. Am 14. März 1999 wird er für eine zweite Amtsperiode wiedergewählt.

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1997
Feier zur 700-jährigen Verleihung der Stadtrechte

Mit dem Neujahrsempfang am 18. Januar und Außenminister Dr. Klaus Kinkel als Schirmherrn werden die Festlichkeiten zur 700-jährigen Wiederkehr der Stadterhebung von Tettnang eröffnet. Unter den zahlreichen Veranstaltungen, die den Festkalender das Jahr über ausfüllen, stellt der mittelalterliche Markt einen Höhepunkt dar. Neben der Herausgabe  des Stadtbuches „Geschichte der Stadt…

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2006
Ehemaliges Rathaus wird Raub der Flammen

2006<br>Ehemaliges Rathaus wird Raub der Flammen

In den frühen Morgenstunden des 7. Septembers 2006 steht das ehemalige Rathaus und Sparkassengebäude, eines der markantesten historischen Bauwerke der Stadt, in Flammen. Die Zerstörung ist so groß, dass das Denkmalamt das Gebäude zum Abriss freigeben muss. Erstmals ist an dieser Stelle für 1476 ein Rathaus nachgewiesen. Der Nachfolgebau von…

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2007
Bruno Walter zum Bürgermeister gewählt

2007<br>Bruno Walter zum Bürgermeister gewählt

Mit der Bürgermeisterwahl am 18. März und der Stichwahl am 1. April wird Bruno Walter jeweils mit Mehrheit zum Bürgermeister der Stadt Tettnang gewählt. Er tritt die Nachfolge von Harald Meichle an, der sich nicht mehr für das Amt zur Verfügung gestellt hat. Am 15. März 2015 wurde er mit…

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Kontakt

Anschrift

Förderkreis Heimatkunde e.V.
Pestalozzistraße 32
88069 Tettnang